Unity in Ubuntu 16.04 erlaubt Verschieben der Dash

Seit heute (18.03.16) ist es (endlich) möglich die Dash von Unity an den unteren Rand des Bildschirms zu bewegen. Im Moment funktioniert das nur durch das Setzen eines dconf-Eintrages mit Hilfe von „gsettings“ oder dem „dconf-editor“:

gsettings set com.canonical.Unity.Launcher launcher-position "Bottom" # Setzt den Launcher nach unten
gsettings set com.canonical.Unity.Launcher launcher-position "Left" # Setzt den Launcher nach links

Im Moment ist die Unity-Version (7.4.0+16.04.20160318-0ubuntu1) noch in den Proposed-Quellen von Xenial, wird aber mit ziemlicher Sicherheit spätestens in ein paar Tagen auch in die offiziellen Quellen aufgenommen.

Unity mit Dash am unteren Rand

ZFS-Snapshots automatisch erstellen und kopieren

Im letzten Beitrag hatte ich das Tool „zfSnap“ erwähnt. Dieses Shell-Skript ist in den Universe-Quellen von Ubuntu (15.04 und höher) enthalten und vereinfacht das Erstellen und Verwalten von ZFS-Snapshots.

Ich habe mir zwei Cron-Skripte erstellt, welches das Erstellen von Snapshots meiner beiden Pool automatisiert. Ersteres erstellt mit Hilfe von „zfSnap“ jeden Tag einen Snapshot meiner beiden Pools „ubuntu-1“ (Der Systempartition) und „home-1“ (Benutzerverzeichnis) und kopiert diese Snapshots dann wöchenlich mit Hilfe von „zfs send“ auf meine zweite interne Festplatte.

Skript zum Snapshots erstellen (Liegt in „/etc/cron.daily„):

#!/bin/sh
test -x /usr/sbin/zfSnap || exit 0
/usr/sbin/zfSnap -a 5d rpool/ROOT/ubuntu-1 rpool/HOME/home-1
/usr/sbin/zfSnap -d

Die Parameter sind relativ leicht erklärt:

-a 5d -> Es werden maximal 5 Tage lang die Snapshots gespeichert (Dient quasi als Hinweis für den „d„-Parameter)

-d -> Löscht alle Snapshots, die älter als die Zahl am Ende des Names eines Snapshot ist.

Verständlicher wird die Sache, wenn man sich die Namensgebung eines Snapshots anschaut:

pool/HOME/home-1@2016-03-16_09.30.42--5d

Das Datum und die Uhrzeit sind selbsterklärend. Am Ende stehen dann die 5 Tage Haltezeit, die durch den Parameter festgelegt wurden.

Skript zum Kopieren der Snapshots (Liegt in „/etc/cron.weekly„):

#!/bin/sh
BACKUP_DIRECTORY="/data/Backups"
FILEEXTENSION="zfs"

LATEST=`zfs list -t snapshot -o name -s creation | tail -n2`
for NAME in $LATEST;
   do
   SHORTNAME=`echo $NAME | awk 'BEGIN{FS="/|--"; OFS="\t"}{print $3}'`
   zfs send $NAME > $BACKUP_DIRECTORY/$SHORTNAME.$FILEEXTENSION;
   done

In der Variablen „BACKUP_DIRECTORY“ kann man das Verzeichnis festlegen, in welches der/die Snapshots verschoben werden sollen. Das Skript funktioniert prinzipiell mit jedem Snapshots, also nicht nur mit solchen die mit Hilfe von „zfSnap“ angelegt wurden.

Beides zusammen ergibt für mich eine wunderbare Möglichkeit ohne Aufwand regelmäßig ein Backup meines Systems zu erhalten. Das schöne an der Sache mit den Snapshots ist zudem, dass man auch mal mit dem System experimentieren kann ohne keine Sorge haben muss, dass man etwas dauerhaft kaputt macht. Einfach vor dem Experiment einen Snapshot anlegen und wenn es schief geht, diesen wieder einspielen.

Der Tod einer SSD oder warum ich ab sofort Backups mache

Nach 5 Jahren des völlig problemlosen Dienstes hat meine SSD vollkommen unerwartet den Dienst quittiert. Sie starb einfach während der Aktualisierung meiner Ubuntu-Installation und das völlig ohne Vorwarnung. Bis zu diesem Zeitpunkt gab es nicht einmal ansatzweise einen Hinweis, dass die SSD plötzlich sterben könnte.

Zum Glück sichere ich alle wichtigen Daten per Syncthing, trotzdem musste ich mangels eines System-Backups den Rechner komplett neu aufsetzen. Dabei habe ich erst vor kurzem mein System auf ZFS umgestellt, damit ich solche Backups bequem sichern kann. Nur leider hatte ich bis zum Samstagabend noch keines durchgeführt. Also musste ich neben dem Neukauf einer SSD auch noch meine Ubuntu-Installation neu aufsetzen.

Sei’s drum. Fehler sind dazu da, dass man aus ihnen lernt. Ab sofort benutze ich zfSnap und cron um von meiner Installation regelmäßig Snapshots anzulegen. Zusätzlich lasse ich einmal pro Woche den neuesten Snapshot per „zfs send“ auf meine zweite interne Festplatte schieben. Dadurch bin ich wenigstens einigermaßen auf der sicheren Seite.