Kleines Downloadskript für Mainline-Kernel

Da ich wegen meines Notebooks immer eine aktuelle stabile Vanilla-Version von Linux einsetze, habe ich mir in der Vergangenheit angewöhnt regelmäßig bei „www.kernel.org“ nachzuschauen, welches gerade die aktuellste stabile Linux-Version ist. Danach führte der Weg immer zum Mainline-PPA“ um dort dann die die Debian-Pakete des Kernels herunterzuladen. Diese sind in der Regel kurz nach der Freigabe einer neuen Version verfügbar. Da ich ein bequemer Mensch bin und mir vor allem das händische Herunterladen irgendwann auf den Geist ging, habe ich ein kleines Skript geschrieben, welches diese Schritte automatisiert:

Das Skript schaut auf der Kernel-Webseite nach, welches die aktuellste stabile Version ist und lädt dann aus dem Mainline-PPA die passenden Dateien für den eingesetzten CPU-Typ herunter. Das Skript hat noch drei Parameter, welche für alle selbsterklärend sind, die schon einmal einen Kernel aus dem Mainline-PPA heruntergeladen haben. Das Skript prüft selbstständig ob die CPU und der Kerneltyp zusammenpassen (z.B. macht es keinen Sinn zu versuchen einen „i386“-Kernel vom Typ „snapdragon“ herunterzuladen. Letzteren gibt es nur für den CPU-Typ „arm64“) und lässt nur den Download einer verfügbaren Kombination zu.

Das Skript ist in Python3 geschrieben und benötigt ein zusätzliches Python-Modul, welches aber in allen noch unterstützten Ubuntu und Debian-Versionen vorhanden ist:

sudo apt install python3-lxml

Das Skript habe ich auf Github gehostet: https://github.com/glasen/download_kernel

Direkter Download des Skripts: download_kernel.py

Eine kleine Einführung in die Bioinformatik und warum Linux dort so weit verbreitet ist

Wie ich in meinem Blog irgendwann mal erwähnt habe, studiere ich im Moment Bioinformatik an der THM und JLU in Gießen. Da ich nebenbei auch  noch einen Job in einer der Arbeitsgruppen habe, bekomme ich einen Recht guten Eindruck davon, was aktuell Forschungsgebiet in der Bioinformatik ist und vor allem welche Software und Hardware dort eingesetzt wird. Einen Überblick über beispielsweise die Hardware des Bioinformatikfachbereichs an der THM liefert der z.B. folgende Link:

mni.thm.de: Bioinformatik erweitert Infrastruktur

Ubuntu ist im Bioinformatik-Umfeld sehr weit verbreitet. Ich würde sogar sagen, dass knapp 80% aller Bioinformatiker Ubuntu (Mit verschiedenen Desktops) einsetzen. Der Rest verteilt sich auf Debian und Arch-Linux. Es gibt auch Windows-Nutzer, aber diese sind deutlich in der Unterzahl. Ein sehr nettes Feature seitens Ubuntu und Debian ist die Tatsache, dass nahezu alle wichtigen Bioinformatik-Tools direkt in den Paketquellen vorhanden sind. Das ist auch einer der Hauptgründe für die weite Verbreitung.

Die Bioinformatik ist grundsätzlich sehr Unix-affin. Nahezu alle Server, die irgendwas mit Bioinformatik und verwandten Gebieten zu tun haben, laufen unter einem Unix-System (Heutzutage hauptsächlich eine Linux-Distribution). Und wer tagtäglich auf einem Unix-System unterwegs ist, arbeitet auch privat eher mit so einem System.

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