Firefox 46 unter Linux standardmäßig als Gtk3-Build

Nach Jahren des Wartens wird seit Firefox 46 endlich standardmäßig Gtk3 als Toolkit benutzt. Dadurch passt sich Firefox besser an moderne Oberflächen an und benutzt z.B. die integrierten Scrollbars von Gtk3. Zusätzlich scheint Firefox ein wenig performanter in der Grafikdarstellung geworden zu sein, wobei das ein rein subjektiver Eindruck meinerseits ist.

Neben dem offiziellen Paket von der Mozilla-Seite wird in allen noch unterstützten Ubuntu-Versionen (14.04, 15.10 & 16.04) Firefox 46 ebenfalls als Gtk3-Build ausgeliefert.

Leider hat es die Multiprozess-Architektur noch nicht in Firefox 46 geschafft. Diese soll ab Version 48 dann für alle Benutzer aktiviert werden.

Kurztipp: Fehlende deutsche Übersetzung von Evolution 3.18

Ich benutze schon seit Jahren Evolution als E-Mail bzw. Groupware-Client. Leider fehlt in Ubuntu 16.04 seit einigen Wochen die deutsche Übersetzung des Programms.

Da eine Besserung im Moment noch nicht in Sicht ist, habe ich kurzerhand diese händisch „nachgerüstet“.

Ich habe aus dem GNOME3-Staging-PPA das „evolution-common“-Paket für Wily heruntergeladen und daraus die Datei „evolution-3.18.mo“ extrahiert und danach händisch nach „/usr/share/locale-langpack/de/LC_MESSAGES“ kopiert. Danach musste ich nur noch die Dateirechte anpassen.

Danach ist Evolution wieder auf Deutsch.

Unity in Ubuntu 16.04 erlaubt Verschieben der Dash

Seit heute (18.03.16) ist es (endlich) möglich die Dash von Unity an den unteren Rand des Bildschirms zu bewegen. Im Moment funktioniert das nur durch das Setzen eines dconf-Eintrages mit Hilfe von „gsettings“ oder dem „dconf-editor“:

gsettings set com.canonical.Unity.Launcher launcher-position "Bottom" # Setzt den Launcher nach unten
gsettings set com.canonical.Unity.Launcher launcher-position "Left" # Setzt den Launcher nach links

Im Moment ist die Unity-Version (7.4.0+16.04.20160318-0ubuntu1) noch in den Proposed-Quellen von Xenial, wird aber mit ziemlicher Sicherheit spätestens in ein paar Tagen auch in die offiziellen Quellen aufgenommen.

Unity mit Dash am unteren Rand

ZFS-Snapshots automatisch erstellen und kopieren

Im letzten Beitrag hatte ich das Tool „zfSnap“ erwähnt. Dieses Shell-Skript ist in den Universe-Quellen von Ubuntu (15.04 und höher) enthalten und vereinfacht das Erstellen und Verwalten von ZFS-Snapshots.

Ich habe mir zwei Cron-Skripte erstellt, welches das Erstellen von Snapshots meiner beiden Pool automatisiert. Ersteres erstellt mit Hilfe von „zfSnap“ jeden Tag einen Snapshot meiner beiden Pools „ubuntu-1“ (Der Systempartition) und „home-1“ (Benutzerverzeichnis) und kopiert diese Snapshots dann wöchenlich mit Hilfe von „zfs send“ auf meine zweite interne Festplatte.

Skript zum Snapshots erstellen (Liegt in „/etc/cron.daily„):

#!/bin/sh
test -x /usr/sbin/zfSnap || exit 0
/usr/sbin/zfSnap -a 5d rpool/ROOT/ubuntu-1 rpool/HOME/home-1
/usr/sbin/zfSnap -d

Die Parameter sind relativ leicht erklärt:

-a 5d -> Es werden maximal 5 Tage lang die Snapshots gespeichert (Dient quasi als Hinweis für den „d„-Parameter)

-d -> Löscht alle Snapshots, die älter als die Zahl am Ende des Names eines Snapshot ist.

Verständlicher wird die Sache, wenn man sich die Namensgebung eines Snapshots anschaut:

pool/HOME/home-1@2016-03-16_09.30.42--5d

Das Datum und die Uhrzeit sind selbsterklärend. Am Ende stehen dann die 5 Tage Haltezeit, die durch den Parameter festgelegt wurden.

Skript zum Kopieren der Snapshots (Liegt in „/etc/cron.weekly„):

#!/bin/sh
BACKUP_DIRECTORY="/data/Backups"
FILEEXTENSION="zfs"

LATEST=`zfs list -t snapshot -o name -s creation | tail -n2`
for NAME in $LATEST;
   do
   SHORTNAME=`echo $NAME | awk 'BEGIN{FS="/|--"; OFS="\t"}{print $3}'`
   zfs send $NAME > $BACKUP_DIRECTORY/$SHORTNAME.$FILEEXTENSION;
   done

In der Variablen „BACKUP_DIRECTORY“ kann man das Verzeichnis festlegen, in welches der/die Snapshots verschoben werden sollen. Das Skript funktioniert prinzipiell mit jedem Snapshots, also nicht nur mit solchen die mit Hilfe von „zfSnap“ angelegt wurden.

Beides zusammen ergibt für mich eine wunderbare Möglichkeit ohne Aufwand regelmäßig ein Backup meines Systems zu erhalten. Das schöne an der Sache mit den Snapshots ist zudem, dass man auch mal mit dem System experimentieren kann ohne keine Sorge haben muss, dass man etwas dauerhaft kaputt macht. Einfach vor dem Experiment einen Snapshot anlegen und wenn es schief geht, diesen wieder einspielen.

Der Tod einer SSD oder warum ich ab sofort Backups mache

Nach 5 Jahren des völlig problemlosen Dienstes hat meine SSD vollkommen unerwartet den Dienst quittiert. Sie starb einfach während der Aktualisierung meiner Ubuntu-Installation und das völlig ohne Vorwarnung. Bis zu diesem Zeitpunkt gab es nicht einmal ansatzweise einen Hinweis, dass die SSD plötzlich sterben könnte.

Zum Glück sichere ich alle wichtigen Daten per Syncthing, trotzdem musste ich mangels eines System-Backups den Rechner komplett neu aufsetzen. Dabei habe ich erst vor kurzem mein System auf ZFS umgestellt, damit ich solche Backups bequem sichern kann. Nur leider hatte ich bis zum Samstagabend noch keines durchgeführt. Also musste ich neben dem Neukauf einer SSD auch noch meine Ubuntu-Installation neu aufsetzen.

Sei’s drum. Fehler sind dazu da, dass man aus ihnen lernt. Ab sofort benutze ich zfSnap und cron um von meiner Installation regelmäßig Snapshots anzulegen. Zusätzlich lasse ich einmal pro Woche den neuesten Snapshot per „zfs send“ auf meine zweite interne Festplatte schieben. Dadurch bin ich wenigstens einigermaßen auf der sicheren Seite.

Zurück zu WordPress

Ich habe mich schweren Herzens entschlossen meinen Blog wieder auf WordPress umzustellen und das aus zwei Gründen:

  1. Yellow macht sich gut als einfaches Blog-System und sehr gut als statischer Webseitengenerator, aber sobald es um etwas komplexere Dinge geht (Vor allem ein gutes Kommentarsystem), steht man im Regen. Ich habe Tage damit verbracht ein gutes Flat-File-Kommentarsystem zu finden, habe aber nichts gefunden, dass wirklich gut mit Yellow harmoniert (Vor allem bezüglich des Themings).
  2. Das Theming ist 100% Handarbeit. Da es bei Yellow keine echten Themes (Im Sinne des Aufbaus der Seite) gibt, muss man den PHP-Code von Yellow stellenweise komplett abändern um das CMS an seine Wünsche anzupassen. Einfaches CSS-Theming ist kein Thema, komplexere Themes erfordern aber sehr, sehr viel Umbauarbeiten. Ein Beispiel war ein zusätzliches Menü mit Awesome-Font-Icons. Dieses musste ich von Hand kodieren und einbinden.

Mir gefällt Yellow aus den ursprünglich genannten Gründen immer noch sehr gut und ich werde meine Hochschulseite weiterhin damit betreiben (Alleine schon deshalb, weil ich dort keinen Datenbankzugriff habe und nur PHP 5.4 vorhanden ist und ich eh nicht viel daran ändere). Meinen Blog werde ich aber wieder mit WordPress betreiben.

Ubuntu 16.04 mit einer ZFS-Root-Installation

Vor ein paar Tagen habe ich mal meine Ubuntu 16.04-Installation auf ZFS umgestellt. Dadurch, dass die beiden Module „spl.ko“ und „zfs.ko“ im offiziellen Ubuntu-Kernel enthalten sind, muss man den Compiler nicht mehr anwerfen. Kernel-Updates verursachen dadurch keine Probleme mehr. „Ubuntu 16.04 mit einer ZFS-Root-Installation“ weiterlesen

Flat-File CMS Yellow

Seit heute basiert meine Homepage auf auf dem Flat-File-CMS Yellow.

Ich habe den Umstieg gemacht, da mir WordPress zu groß für eine kleine Webseite mit nur einem Benutzer wurde und Yellow durch seine geringe Größe eine sehr einfache Anpassung an meine Bedürfnisse erlaubt. Natürlich muss man ein paar Abstriche an den Komfort machen und eine Kommentarfunktion existiert in Yellow bisher auch nicht (Was aber für mich nicht weiter schlimm ist). „Flat-File CMS Yellow“ weiterlesen

Erfahrungen beim Installieren von Ubuntu auf Dutzenden von Notebooks

Heute musste ich mit meinem Kommilitonen im Rahmen unseres HiWi-Jobs auf Dutzenden von Notebooks Linux installieren. Dabei waren die Notebooks von den unterschiedlichsten Marken und Modellen (Eben die privaten Notebooks der Studenten). In unserem Studiengang „Bioinformatik“ ist Linux sozusagen Pflicht und unsere Aufgabe ist es die neuen Studenten bei der Installation und beim weiteren Benutzen zu unterstützen. „Erfahrungen beim Installieren von Ubuntu auf Dutzenden von Notebooks“ weiterlesen

Tipps zu Upstart

Auch wenn Upstart seit Ubuntu 15.04 durch systemd abgelöst wurde, wird es doch noch eine ganze Weile durch die LTS-Version 14.04 und vor allem durch RedHat Enterprise Linux 6 sowie dessen Klonen CentOS und Scientific Linux erhalten bleiben.

Leider wurde Upstart von Canonical immer etwas stiefmütterlich behandelt bzw. hat nie so eine mediale Präsenz wie systemd erhalten. Dabei muss sich das Init-System nicht verstecken und bietet viele Funktionen, die auch systemd bietet. „Tipps zu Upstart“ weiterlesen