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Aktualisiertes Paket für die Liberation Fonts

Die Version 1.07 der Liberation Fonts, welche Ubuntu 12.04 mitliefert, enthält einen ziemlich hässlichen Bug, welcher sich folgendermaßen äußert:

Die aktuelle Version 1.07.2 enthält diesen Bug nicht mehr. Leider liefert Ubuntu nur die verbuggte Version aus, obwohl die bugfreie Version schon seit Februar verfügbar ist.

Um diesen Bug für mich (und hoffentlich auch für einige andere Leute) aus der Welt zu schaffen, habe ich das Debian-Paket auf Ubuntu “portiert” und per PPA verfügbar gemacht. Alles was man machen muss sind die folgenden zwei Konsolenbefehle einzugeben:

sudo add-apt-repository ppa:glasen/fonts-liberation
sudo apt-get update && sudo apt-get upgrade

Danach kann man sich endlich an einem schönen Schriftbild erfreuen.

Bugfix gegen schlechte Unity-Performance unter Ubuntu 12.04

Nach einigen Monaten Abstinenz von meinem Blog wegen Zeitmangels (Ich entschuldige mich, dass ich nicht auf die Kommentare eingegangen bin), melde ich mich wieder zurück.

Das Thema des Blog-Eintrags ist nahezu eine Kopie meines älteren Eintrages zu Ubuntu 11.10:

Unity aus Ubuntu 12.04 ist wegen einer Regression nahezu unbenutzbar. Diese Regression wurde mit dem Update von Unity 5.8 auf 5.10 eingeführt. Daniel van Vugt (Einer der Unity-Entwickler) hat die Regression in seinem Bazaar-Repository schon beseitigt, mit ziemlicher Wahrscheinlichkeit kommt der Bugfix aber erst mit Unity-Version 5.14 und das kann noch ein wenig dauern. Vielleicht kommt auch eine Zwischenversion (Unity 5.12.1 oder ähnlich). Auf jeden Fall ist die Situation im Moment mehr als unbefriedigend.

Aus diesem Grund habe ich mein Unity-Fix-PPA wieder eröffnet und eine Version von Unity 5.12 mit dem Bugfix dort hochgeladen:

Launchpad PPA – Unity 5.12 with fix for performance regression

Hinzufügen lässt sich das PPA über den folgenden Befehl:

sudo add-apt-repository ppa:glasen/unity-performance-fix

Danach muss man nur den üblichen Zweizeiler (apt-get update und apt-get upgrade) ausführen und sich aus -und wieder einloggen.

Wie schon beim Fix für die Unity-Version aus Ubuntu 11.10, war der Unterschied mehr als nur spürbar. Auf meinen beiden Rechnern (Notebook mit einer X3100-Grafikkarte und Desktop-PC mit einer ATI Radeon 4850 und dem proprietären Grafiktreiber) ist Unity dank des Fix wieder richtig benutzbar.

SuperMeatboy und Intel-Grafik

Im Rahmen des gerade aktuellen Humble Indie Bundles #4 wurde das (meiner Meinung nach) geniale, aber auch bockschwere, Jump’n Run-Spiel “SuperMeatboy” auch endlich für Linux freigegeben. Leider stand unter den Systemanforderungen zu diesem Spiel folgende Aussage:

“Graphics: Does not work with Intel Integrated Graphics”

bzw. dann später

“Graphics: May not work with Intel Integrated Graphics”

Da ich ein Mensch bin, der Hardwareanforderungen nicht immer sofort Glauben schenkt, habe ich das Spiel trotzdem mal auf meinem Notebook (Dell Latitude D830 mit einem Intel X3100-Grafikchip) ausprobiert. Leider lies sich das Spiel gar nicht erst starten und verabschiedete sich immer mit der folgenden Fehlermeldung:

Fatal Error: MojoShader compile failed!

Da ich mich nicht mit dieser Situation abfinden wollte (Dazu ist das Spiel einfach zu gut), habe ich mir mal die Mailingliste des Spiels unter icculos.org zu Gemüte geführt. Und siehe da, dass Spiel scheint doch auf Systemen mit Intel-Grafikchips zu laufen. Jedenfalls meldete ein Benutzer, dass er keine Probleme hat das Spiel unter Fedora zu starten, während andere unter Ubuntu keinen Erfolg hatten. Nach ein wenig diskutieren, fand dann ein Teilnehmer der Diskussion den Grund dafür heraus:

Unter Fedora wird die Mesa-Bibliothek schon seit einer ganzen Weile mit der Option “–disable-asm” kompiliert, da diese Option anscheinend zu Fehlern geführt hat. Hier der dazugehörige Kommentar aus der spec-Datei der Fedora-Version von Mesa:

“i do not have words for how much the assembly dispatch code infuriates me”.

Da Fedora die Option schon eine Weile einsetzt und bisher niemand einen Nachteil entdeckt hat (Wie z.B. verringerte OpenGL-Geschwindigkeit), konnte es nicht schaden die Option auch mal unter Ubuntu zu testen. Dazu habe ich eine eigene Version von Mesa mit der Option gebaut und auf meinen Notebook installiert. Und siehe da, SuperMeatboy läuft auf einmal und das auch noch fehlerfrei:

Damit nicht nur ich in den Genuss dies Spiel kommen kann, habe ich die angepasste Version der Mesa-Bibliothek mal in mein Intel-Treiber-PPA hochgeladen. Momentan gibt es die angepasste Version nur für Ubuntu 11.10. Die Mesa-Version ist zusätzlich von mir auf die aktuellste Bugfix-Version 7.11.2 aktualisiert worden. Diese ist 100% kompatibel zur Original-Version aus Ubuntu 11.10. Zusätzlich zu Mesa habe ich noch die S3-Texturkompression-Bibliothek “libtxc-dxtn” in das PPA hochgeladen. Diese wurde als empfohlene Abhängigkeit von Mesa definiert, da sie nicht zwingend zum Betrieb von Mesa notwendig ist, deren Installation aber auch nicht schadet. Ich habe diesen Schritt gemacht, da einige Spiele unter Linux diese Bibliothek zwingend benötigen (z.B. “Braid”), wenn man die freien Grafiktreiber einsetzt.

Um die aktualisierte Mesa-Version, zusammen mit der aktuellsten Version des Intel-Grafiktreiber und der libdrm einzuspielen, sind folgende Kommandos notwendig:

sudo add-apt-repository ppa:glasen/intel-driver
sudo apt-get update && sudo apt-get dist-upgrade

Danach sollte man unbedingt seinen Rechner neu starten um, damit das System auch alle aktualisierten Bibliotheken und Treiber benutzt.

Ich habe das Spiel mit der aktualisierten Version von Mesa auf einem Rechner mit einer Radeon HD4650 und dem freien ATI-Treiber getestet. Mit der angepassten Version von Mesa lässt sich das Spiel ebenfalls problemlos starten und spielen. Ohne die angepasste Mesa-Version kommt dort ebenfalls der oben genannte Fehler.